Mein Selbstversuch “100 Tage – 100 Dinge” 

Minimalismus JETZT!  Vom 15.September bis zum 23. Dezember 2019

Mit Minimalismus beschäftige ich mich schon seit rund 4 Jahren. Das Thema hat mich persönlich sofort angesprochen, weil ich vom Typ her eher chaotisch bin und eine triviale Hoffnung, die ich mit Minimalismus verknüpft habe, war, dass weniger Dinge zu mehr Ordnung führen. Schnell habe ich gemerkt, dass Minimalismus als Lebensstil Werte stärkt, die für das eigene Leben bereichernd sind und für die Gesellschaft dringend notwendig.

Inzwischen organisiere ich mit anderen den Minimalismus-Stammtisch in Hannover und gebe Workshops zum Thema.
Doch trotzdem war ich bisher nicht richtig zufrieden, was meinen persönlichen Stand in punkto Aussortieren anging. Von Kleidung, die mir nur mittelmäßig gefällt über alte Musikkassetten bis hin zu Fotos von vor 15 Jahren: Überall lauerte in meiner Wohnung noch Ungebrauchtes, ehemals Geliebtes, Dinge mit unbestimmten Zweck und Zukunft.

Deswegen habe ich jetzt meine persönliche „Minimalismus JETZT!“-Challenge gestartet: 100 Tage – 100 Dinge. Das heißt ich hab mein ganzes Hab und Gut weggepackt und hole mir bis Weihnachten jeden Tag ein Teil zurück. Meine Sachen sind in Kartons in meinem Keller. Ich hab meine Einrichtung stehen lassen und mit 11 Dingen begonnen.

Die Idee zu dem Selbstversuch stammt ursprünglich von dem Finnen Petri Luukkainen. Er hat 2012 all seine Sachen in ein Selfstorage-Lager gebracht und sich für ein Jahr erlaubt, jeden Tag ein Teil zurückzuholen. „Was brauche ich wirklich?“ ist die Frage, die hinter diesem radikalem Selbstversuch steckt. Die Antwort hierauf interessiert auch mich. Als ich Luukkainens Dokumentation ‚my stuff‘ gesehen habe, war ich sofort fasziniert. Aber die Idee es ihm gleich zu tun, ist erst langsam gereift. In den letzten Jahren bin ich immer mal wieder nach Hause gekommen und habe beim Anblick meiner Sachen gedacht ‚Das muss eigentlich alles mal weg, damit ich rausfinden kann, was wirklich zu mir gehört‘.

Der deutschte Film „100 Dinge“ greift diese Idee auf. Ich war dieses Jahr in mehreren Unikinos zu einer Gesprächsrunde eingeladen als der Film gezeigt wurde und habe ihn entsprechend auch mehrmals gesehen. Immer wieder habe ich mich gefragt, ob ich das nicht auch so – oder zumindest so ähnlich – machen könnte. Ja, kann ich! Im Social Media könnt ihr verfolgen, was ich mir jeden Tag zurückhole:

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