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▽ ÜBER MICH

Mein Weg zu Minimalismus als Lebensstil

Viele Wege führen zum Minimalismus. Wie die meisten Menschen, die anfangen sich für Minimalismus interessieren, habe auch ich mit bewussten Konsum und dem Auszusortieren von meinem Hab und Gut begonnen. 2019 habe ich mein persönliches „100 Tage – 100 Dinge“-Experiment gewagt. Ich habe bis auf 11 Dinge alles aus meiner Wohnung in Kartons verpackt und in meinen Keller gebracht und mir für jeden Tag erlaubt, eine Sache zurückzuholen.
Im Anschluss habe ich weitere minimalistische Selbstversuche durchgeführt, von denen ich in meiner Podcast-Show „Minimalismus JETZT!“ berichte. Ein unbeschwerteres Leben hat mir so Raum verschafft, um auch in anderen Bereichen des Lebens zu erforschen, was mir persönlich wichtig ist. Inzwischen sehe ich Minimalismus als Lebensphilosophie an, die für sämtliche Lebensbereiche eine Inspiration ist.
Die äußere Freiheit nach dem Loslösen von den Dingen hat zur inneren Freiheit geführt. Ich wagte mich auf meine persönliche Reise, um zu sehen, was andere Länder zu bieten haben. Heute lebe und arbeite ich ortsunabhängig und bin sogenannte digitale Nomadin geworden. Zurzeit erkunde ich verschiedene Wohn- und Lebensformen.

Was Minimalismus für mich ist

Ich sehe Minimalismus als den Lebensstil der Zukunft und glaube, dass Minimalismus jeden Menschen inspirieren kann. Minimalismus als Lebensphilosophie betrachtet, stellt uns allen zwei essentielle Fragen: 1. Was ist mir wirklich wichtig? 2. Wie gehe ich mit Ressourcen um? Aus dieser Perspektive lässt sich Minimalismus auf alle Lebensbereiche anwenden. Er regt an, soziale Verantwortung zu übernehmen und das eigene Leben nach den Werten zu gestalten, die für einen bedeutsam sind.

Das Reizvolle und Charmante daran ist: Minimalismus ist das, was man selber daraus macht. Es geht insbesondere darum, ein bewusstes Leben zu führen. Es gibt keine starren Regeln. Deswegen ist Minimalismus für mich nicht nur ein Lebensstil, sondern auch eine Lebenseinstellung und Philosophie. In meinem Minimalismus Manifest lege ich meine Perspektive auf Minimalismus ausführlicher dar.  

Daniel Budnik

„Als ich die Bezeichnung Minimalist kennenlernte, war ich froh, eine Beschreibung dafür gefunden zu haben, wie ich bin.“

Für mich persönlich bedeutet Minimalismus, meine Grundbedürfnisse so gut wie möglich zu befriedigen und mich durch Erfahrung zu definieren. Ich habe schon immer weniger Dinge besessen und war sehr ordentlich und organisiert. Ich war nie ein großer Sammler von Dingen und Sachen, aber ich habe von klein auf gerne Dinge verkauft und gekauft. Als ich 13 Jahre alt war, entwickelte ich eine Methode, die für mich sehr gut funktionierte. Wenn ich eine Sache im Kopf hatte, von der ich träumte, verkaufte ich mehrere Dinge, um die eine Sache zu kaufen, die ich wirklich wollte. Als ich aufwuchs, liebte ich es, mit wenigen Dingen auszukommen, und wenn ich etwas kaufte, dann meist gebraucht. Aber ich habe auch entdeckt, dass Minimalismus mir in anderen Bereichen meines Lebens helfen kann. Er gibt mir ein Gefühl der Leichtigkeit, und ich kann mich auf die Dinge im Leben konzentrieren, die mir wirklich wichtig sind.

Heute passt mein ganzes Hab und Gut in einen kleinen Rucksack und eine mittelgroße Reisetasche, denn vor ein paar Jahren habe ich fast alles, was ich besaß, verkauft und beschlossen, die meiste Zeit zu reisen. So konnte ich meine Leidenschaft für die Erforschung der Natur und die Entdeckung anderer Kulturen mit meinen Fähigkeiten als Berater und Projektmanager verbinden. Für mich ist es eine große Bereicherung, mein Wissen über Minimalismus als ganzheitliche Lebensweise und Inspiration in der Unternehmensführung weitergeben zu können.

Wie ich Minimalismus für mich entdeckt habe

Lange Zeit konnte ich mit dem Begriff Minimalismus nicht viel anfangen, wenn es nicht um Kunst, Musik oder Architektur ging. Mit den Menschen, die in Berichten gezeigt werden und nur die magische Zahl von 100 Gegenständen haben, hatte ich nicht viel gemeinsam. Als Künstlerin und Aktivistin war ich immer froh, wenn ich ein großes Arsenal an Materialien zur Verfügung hatte, mit denen ich arbeiten konnte.
Aber dann ging ich 2015 zum Minimalismus Stammtisch in meiner Heimatstadt. Ich bin die typische kreative Chaotin und dachte, Minimalismus könnte mir helfen, mehr Ordnung und Struktur zu schaffen. Meine Theorie war: Wenn ich weniger Dinge besitze, kann ich weniger Chaos schaffen.
Im Austausch mit anderen hat es plötzlich bei mir Klick gemacht. Beim Minimalismus geht es nicht darum, so wenig wie möglich zu besitzen, sondern sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und was für mich wesentlich ist, entscheide ich selbst! Von diesem Moment an habe ich Feuer gefangen und merkte, dass ich minimalistische Werte schon lange lebte. Zum Beispiel organisiere ich seit 2012 Tauschbörsen, um Konsum zu vermeiden und andere zu inspirieren. Ich begann sofort, den Minimalismus Stammtisch mitzuorganisieren. Mit der Zeit beschäftigte ich mich immer mehr mit dem Minimalismus als Lebensstil und berichtete in meiner Podcast-Show „Minimalismus JETZT!“ über meine Selbstversuche vom Entrümpeln bis zur digitalen Achtsamkeit. Als Minimalismus-Expertin in der Öffentlichkeit zu sprechen, Workshops zu geben und bei minimalistischen Vorhaben zu beraten ist zu einer meiner Leidenschaften geworden.

„Im Moment probiere ich verschiedene Lebens- und Wohnstile aus und habe 111 Sachen in einem kleinen Koffer und einem Rucksack dabei.“

▽ PERSÖNLICHES EXPERIMENT

Mein Selbstversuch „100 Tage – 100 Dinge“

Ich mag Challenges und Selbstversuche und habe sie bei anderen immer fasziniert verfolgt. Im Laufe des Jahres 2019 habe ich Gesprächsrunden nach Kinovorführungen von dem Film „100 Dinge“ moderiert und dadurch immer intensiver über eine eigene Minimalismus-Challenge nachgedacht. Anfang September entschloss ich mich kurzerhand zu dem größeren Selbstversuch „100 Tage – 100 Dinge“.

Auch wenn ich mich zu dem Zeitpunkt schon seit rund 4 Jahren mit Minimlismus beschäftigt habe, war ich bisher nicht richtig zufrieden, was meinen persönlichen Stand in punkto Aussortieren anging. Von Kleidung, die mir nur mittelmäßig gefällt über alte Musikkassetten bis hin zu Fotos von vor 15 Jahren: Überall lauerte in meiner Wohnung noch Ungebrauchtes, ehemals Geliebtes, Dinge mit unbestimmten Zweck und Zukunft.

Ich habe vier Regeln für meinen Selbstversuch „100 Tage – 100 Dinge“ formuliert: 1. Alle meine Sachen werden verpackt und kommen in den Keller. 2. Ich starte mit 11 Dingen. 3. In den nächsten 100 Tagen kann ich mir jeden Tag eine Sache zurückholen. 4. Ich darf nur Lebensmittel kaufen oder ggf. Dinge ersetzen.
So habe ich mein ganzes Hab und Gut verstaut. Meine Sachen sind in Kartons in meinen Keller gewandert. Ich hab meine Einrichtung stehen lassen, mit 11 Dingen begonnen und mir bis Weihnachten jeden Tag ein Teil zurückgeholt

Die Idee zu dem Selbstversuch stammt ursprünglich von dem Finnen Petri Luukkainen. Er hat 2012 all seine Sachen in ein Selfstorage-Lager gebracht und sich für ein Jahr erlaubt, jeden Tag ein Teil zurückzuholen. „Was brauche ich wirklich?“ ist die Frage, die hinter diesem radikalem Selbstversuch steckt. Die Antwort hierauf interessiert auch mich.
Als ich Luukkainens Dokumentation 'my stuff' gesehen habe, war ich sofort fasziniert. Aber die Idee es ihm gleich zu tun, ist erst langsam gereift. In den letzten Jahren bin ich immer mal wieder nach Hause gekommen und habe beim Anblick meiner Sachen gedacht: „Das muss eigentlich alles mal weg, damit ich rausfinden kann, was wirklich zu mir gehört.“ Erst später habe ich erfahren, dass es sich dabei um die sogenannte Tabula Rasa-Methode handelt, wenn man Dinge aus einem Bereich entfernt und ermittelt, was man davon wirklich vermisst und entsprechend benötigt.

Der deutsche Komödie „100 Dinge“ mit Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer greift diese Idee auf. Ich war in mehreren Unikinos zu einer Gesprächsrunden eingeladen als der Film gezeigt wurde und habe ihn entsprechend auch öfters gesehen. Immer wieder habe ich mich gefragt, ob ich das nicht auch so – oder zumindest so ähnlich – machen könnte. Ja, kann ich! Die Wahl meiner Gegenstände habe ich fotografisch dokumentiert. Auf meinem Instagram-Profil könnt ihr verfolgen, was ich mir jeden Tag zurückholt habe und in meinem Minimalismus JETZT!- Podcast was nun nach der Challenge mit meinen Dingen passiert und mit welchen minimalistischen Themen ich mich noch beschäftige.

Hallo, ich heiße Jasmin Mittag und bin Aktivistin und Künstlerin. Ich bin in Hannover aufgewachsen. Seit 2012 bringe ich durch Kampagnen, Ausstellungen, Veranstaltungen und Aktionen aktuell gesellschaftlich relevante Themen wie bewussten Konsum, Minimalismus, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit voran. Ich schreibe über Minimalismus, gebe Workshops, verkaufe Kunst und bin mit meiner Ausstellung zu dem Projekt „the one thing“ international unterwegs. Seit Juni 2020 produziere ich die Podcast-Show „Minimalismus JETZT!“
Mein Ziel ist zu einer positiven Entwicklung unserer Gesellschaft beizutragen. Bei meiner Arbeit geht es mir vor allem darum, Menschen zu inspirieren und zu bewegen, ihnen eine Plattform zu geben und sie zu vernetzen. Mehr über meine Arbeit als Aktivistin und Künstlerin erfahrt ihr auf meiner persönlichen Homepage unter: www.jasminmittag.de

Mit Minimalismus als Lebensstil beschäftige ich mich seit 2015. Das Thema hat mich persönlich sofort angesprochen, weil ich vom Typ her eher chaotisch bin und eine triviale Hoffnung, die ich mit Minimalismus verknüpft habe, war, dass weniger Dinge zu mehr Ordnung führen. Schnell habe ich gemerkt, dass Minimalismus als Lebensstil Werte stärkt, die für das eigene Leben bereichernd sind und für die Gesellschaft dringend notwendig. 

Ich habe mich Ende 2020 kurzerhand dazu entschlossen, meine Wohnung zu kündigen und lebe seit April 2021 für eine zeitlang als digitale Nomadin. Diese neu gewonnene Freiheit verknüpfe ich mit Wohnexperimenten. Wie ist es im Tiny House, in einer Kommune oder in einer Schweigegemeinschaft zu wohnen? Ich finde es heraus und berichte in meiner Podcast-Show „Minimalismus JETZT!“ von meinem Leben als digitale Nomadin und der Erkundung verschiedener Wohnformen.

In meiner Heimatstadt Hannover habe ich seit 2015 den Minimalismus-Stammtisch organisiert. Zudem gebe Workshops rund um sämtliche minimalistische Themen.
Obwohl ich mich schon länger mit dem Thema Minimalismus als Lebensstil beschäftigt hatte, war ich bisher nicht richtig zufrieden, was meinen persönlichen Stand in punkto Aussortieren anging. Deswegen habe ich Ende des Jahres 2019 einen Selbstversuch „100 Tage – 100 Dinge“ durchgeführt: All mein Hab und Gut bis auf meine Möbel wanderte während meines Minimalismus-Experiments in den Keller. Ich habe mit 11 Dingen angefangen und durfte mir für 100 Tage jeden Tag eine Sache zurückholen. Was ich mit den restlichen Dingen gemacht habe, erzähle ich in meinem Podcast „Minimalismus JETZT!“. Einen Teil meiner aussortierten Objekte verarbeite ich seit jeher in meiner Kunst.

In den Folgen der ersten Staffel, die 2020 erschienen, berichte ich von meinen persönlichen Minimalismus-Challenges. Ich habe pro Folge einen monatlichen Selbstversuch gemacht und  mich intensiver mit einem Aspekt des Lebens unter minimalistischen Gesichtspunkten beschäftigt. Dabei habe ich beim Aussortieren und Dinge loswerden angefangen und  mich im Anschluss den Themen digitale AchtsamkeitFinanzen und  Zeit gewidmet.

Was ich zwischen den Folgen erlebe, könnt ihr auf meinen Kanälen auf Instagram und Facebook verfolgen. 

Ich liebe den Austausch mit anderen Menschen und schätze gegenseitige Inspiration. Ich freue mich sehr, dass ich im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungsformaten über das Thema Minimalismus mit Menschen ins Gespräch kommen darf. Anfragen für Beratungen, Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden nehme ich gern unter kontakt@jasminmittag.de entgegen.