Mein Selbstversuch “100 Tage – 100 Dinge”

Ich mag Challenges und Selbstversuche und habe sie bei anderen immer fasziniert verfolgt. Im Laufe des Jahres 2019 habe ich immer mal wieder über eine eigene Minimalismus-Challenge nachgedacht und mich Anfang September kurzerhand zu dem größeren Selbstversuch „100 Tage – 100 Dinge“ entschlossen. Inzwischen absolviere ich im Rahmen von meinem Minimalismus JETZT!-Podcast monatlich eine Challenge.

Minimalismus JETZT!  „100 Tage – 100 Dinge“ vom 15.September bis zum 23. Dezember 2019

Auch wenn ich mich zu dem Zeitpunkt schon seit rund 4 Jahren mit Minimlismus beschäftigt habe, war ich bisher nicht richtig zufrieden, was meinen persönlichen Stand in punkto Aussortieren anging. Von Kleidung, die mir nur mittelmäßig gefällt über alte Musikkassetten bis hin zu Fotos von vor 15 Jahren: Überall lauerte in meiner Wohnung noch Ungebrauchtes, ehemals Geliebtes, Dinge mit unbestimmten Zweck und Zukunft.

Deswegen habe ich Mitte September 2019 meine persönliche „Minimalismus JETZT!“-Challenge gestartet: 100 Tage – 100 Dinge. Das heißt ich hab mein ganzes Hab und Gut weggepackt und mir bis Weihnachten jeden Tag ein Teil zurückgeholt. Meine Sachen sind in Kartons in meinen Keller gewandert. Ich hab meine Einrichtung stehen lassen und mit 11 Dingen begonnen.

Die Idee zu dem Selbstversuch stammt ursprünglich von dem Finnen Petri Luukkainen. Er hat 2012 all seine Sachen in ein Selfstorage-Lager gebracht und sich für ein Jahr erlaubt, jeden Tag ein Teil zurückzuholen. „Was brauche ich wirklich?“ ist die Frage, die hinter diesem radikalem Selbstversuch steckt. Die Antwort hierauf interessiert auch mich. Als ich Luukkainens Dokumentation ‚my stuff‘ gesehen habe, war ich sofort fasziniert. Aber die Idee es ihm gleich zu tun, ist erst langsam gereift. In den letzten Jahren bin ich immer mal wieder nach Hause gekommen und habe beim Anblick meiner Sachen gedacht: „Das muss eigentlich alles mal weg, damit ich rausfinden kann, was wirklich zu mir gehört.“

Der deutschte Film „100 Dinge“ greift diese Idee auf. Ich war in mehreren Unikinos zu einer Gesprächsrunde eingeladen als der Film gezeigt wurde und habe ihn entsprechend auch öfters gesehen. Immer wieder habe ich mich gefragt, ob ich das nicht auch so – oder zumindest so ähnlich – machen könnte. Ja, kann ich! Im Social Media könnt ihr verfolgen, was ich mir jeden Tag zurückholt habe und in meinem Minimalismus JETZT!- Podcast was nun nach der Challenge mit meinen Dingen passiert und mit welchen minimalistischen Themen ich mich noch beschäftige.